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Mo, 20.11.2017   |  Dortmund

Sind Lehrjahre jetzt Herrenjahre? Was künftige Azubis von Arbeitgebern erwarten

Durch den demografischen Wandel in der Bundesrepublik hat sich die Situation auf dem Ausbildungsmarkt in dramatischer Weise verändert. Das trifft insbesondere auf das Handwerk zu, das zunehmend unter dem Mangel an talentiertem und motiviertem Nachwuchs leidet. Was also kann man tun, um aus dieser schwierigen Situation herauszufinden?

Zuerst einmal sei bemerkt, dass die Legende von der verwöhnten und arbeitsunwilligen Jugend bei näherer Betrachtung nicht immer zutreffend ist. Sicherlich haben die sogenannten Millenials – Menschen, die um die Jahrtausendwende geboren sind – durchaus hohe Ansprüche an ihre Arbeit und insbesondere an Ihre Freizeit und sie sind auch selbstbewusst genug um zu wissen, dass sie auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt sind. Andererseits hat die Mehrheit von ihnen in puncto Zukunft und Lebensplanung durchaus realistische Vorstellungen, die man beim Werben um Auszubildende keinesfalls außer Acht lassen sollte.

So ist festzustellen, dass junge Menschen sich heutzutage kaum an einzelne Unternehmen gebunden fühlen. Wer diese Gruppe dennoch für sich begeistern möchte, muss eine neue Arbeits- und Firmenkultur schaffen, in der Mitarbeiter sich stärker mit ihrer Aufgabe identifizieren können und klare Perspektiven geboten kriegen.

Die Vorstellungen der zukünftigen Auszubildenden

Die junge Generation in Deutschland weiß sehr genau, wie wichtig sie für die Wirtschaft ist. So schätzen über 60 % der Auszubildenden ihre Chancen auf einen Job als „eher gut“ ein. Attraktive Jobs müssen in ihren Augen in erster Linie gut bezahlt sein. Allerdings sind auch nicht-finanzielle Aspekte für sie fast ebenso wichtig. Denn an zweiter Stelle kommen direkt abwechslungsreiche Aufgaben und ein sicherer Arbeitsplatz. Auch die Themen Weiterbildung und Seminare spielen eine große Rolle, ebenso wie ein attraktiver Standort. Die so oft strapazierte Work-Life-Balance mit flexiblen Arbeitszeiten nimmt dagegen einen eher geringeren Stellenwert ein, wichtiger sind Altersvorsorge und das Image des Arbeitgebers. So lässt sich sagen, dass die heutigen Auszubildenden einen eher materialistischen, pragmatischen und dabei durchaus bodenständigen Lebensentwurf verfolgen.

Strategien für die Nachwuchsgewinnung

Heutzutage reicht es nicht mehr, eine Lehrstelle einfach anzubieten und auf die Bewerbungen zu warten. Im Gegenteil, man muss sie aktiv kommunizieren und die Jugendlichen dort abholen, wo sie sich befinden. Das heißt, man muss sich mit ihrer Lebenswelt vertraut machen und sie auf den Kanälen und in den Medien ansprechen, die auch von ihnen genutzt werden, z.B. Facebook, Snapchat, Instagram oder auch YouTube. Sonst verpufft der Aufwand schnell.

Darüber hinaus ist es empfehlenswert, die Auszubildenden frühzeitig eng an das eigene Unternehmen zu binden – mit klaren, langfristigen Perspektiven sowohl in Richtung Karriere und Verdienstmöglichkeiten als auch in Bezug auf abwechslungsreiche Tätigkeiten. Hier ist ein Karriereplan ein sinnvolles Instrument, das dem jungen Menschen demonstriert, wie er in Zukunft in das Unternehmen eingebunden werden kann, welche Wahlmöglichkeiten er hat und wie sich bei gutem Verlauf seine Gehaltsentwicklung gestaltet. Zusätzlich sollten Extras wie Weiterbildungsangebote, eventuelle Auslandsaufenthalte und attraktive Sozialleistungen in Aussicht gestellt werden.

Diese Ansätze zeigen einen Weg auf, wie es gelingen kann, junge Leute für die eigene Firma zu gewinnen und damit das Unternehmen langfristig zu sichern. Schließlich ist eine gute Ausbildung die denkbar beste Investition in die Zukunft – für beide Seiten. Das hat sich auch heutzutage nicht geändert.

Anregungen zur Gewinnung von Auszubildenden:

  • Holen Sie die jungen Leute in ihrer eigenen Lebenswelt ab
  • Seien Sie aufgeschlossen gegenüber neuen Kommunikationsformen und nutzen Sie diese für Ihre Zwecke
  • Versuchen Sie, die Bedürfnisse ihrer Bewerber zu erfragen und reagieren Sie darauf
  • Bieten Sie klare, langfristige Perspektiven
  • Machen Sie aktiv Werbung für Ihre Ausbildungsplätze nutzen Sie dabei auch die Sozialen Medien