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So, 01.05.2016   |  Dortmund

Neven Subotic im Xperts-Interview

Ab in die Küche oder ins Bad, Wasserhahn auf – schon gibt es frisches, sauberes Wasser aus der Leitung. Was in Deutschland eine absolute Selbstverständlichkeit ist, sieht in Äthiopien zum Teil völlig anders aus. BVB-Fußballprofi Neven Subotic setzt sich seit über drei Jahren mit seiner Stiftung dafür ein, Kinder in den ärmsten Regionen der Welt mit sauberem Trinkwasser und sanitären Anlagen zu versorgen. Im Xperts-Interview erzählt er von seinem Herzensprojekt.

Xperts: Wie sind Sie auf die Idee gekommen, sich gerade in Äthiopien und im Bereich Trinkwasserhygiene zu engagieren?

Uns war es wichtig, mit der Neven Subotic Stiftung möglichst vielen Menschen zu helfen. Deshalb sind wir nach dem Ein-Euro-Prinzip vorgegangen: In welchem Bereich kann man mit einem Euro am meisten erreichen? So haben wir uns dafür entschieden, mit unserem Projekt Menschen in Äthiopien, einem der 15 ärmsten Länder der Erde, zu unterstützen.

Xperts: Warum ist es in Äthiopien für die Menschen oft schwierig, an sauberes Wasser zu kommen?

Ein riesiges Problem sind fehlende sanitäre Anlagen: Oft wird das Geschäft einfach draußen erledigt und die Fäkalien verschmutzen das Trinkwasser, was besonders für Kinder und ältere Menschen sehr gefährlich werden kann. Generell ist sauberes Trinkwasser nicht einfach zu erreichen. In Äthiopien „läuft“ man sozusagen auf der Lösung dieses Problems: Das Grundwasser liegt oft 40 Meter oder tiefer unter der Erde. Da muss man aber erstmal drankommen. Den Einheimischen fehlt meist das nötige Werkzeug, um im steinigen Boden tiefer als ein, zwei Meter zu graben. Durch den Brunnenbau und die Versorgung mit sauberem Trinkwasser ermöglichen wir Kindern nicht nur, gesund aufzuwachsen, sondern auch, regelmäßig zur Schule gehen zu können.

Xperts: Wo besteht denn ein Zusammenhang zwischen Trinkwasser und Schulbildung?

In Äthiopien hat nicht jedes Dorf einen eigenen Brunnen und oft werden Kinder von ihren Eltern losgeschickt, um Wasser zu holen. Das bedeutet für sie anstrengende, stundenlange Fußmärsche mit schweren Wasserkanistern. Wenn also kein Brunnen in der Nähe ist, stellt sich für viele Kinder die Frage: Darf ich heute zur Schule gehen oder muss ich Wasser holen? Wenn wir nun dafür sorgen, dass immer mehr Dörfer oder auch Schulen mit einem Brunnen ausgestattet werden, verkürzen wir die Wege hin zur Wasserquelle und die Kinder haben Zeit und Kraft, täglich in die Schule zu gehen. Mit dem Bau von geschlechtergetrennten Toiletten fühlen sich gerade junge Mädchen in der Schule auch wohler.

Xperts: Schauen Sie auch vor Ort, wie sich die Stiftungsprojekte entwickeln?

Ja klar, ich fliege mindestens einmal im Jahr rüber, um mir vor Ort ein Bild von der Situation zu machen, in der die Menschen leben. Teilweise trinken die Leute Wasser aus Regenpfützen, wenn der nächste Brunnen zu weit entfernt ist – das hat mich sehr erschüttert. Umso schöner ist es, zu sehen, dass unsere Projekte Erfolg haben.

Xperts: Was konnten Sie denn bisher erreichen?

Offiziell haben durch die von der Stiftung geförderten Projekte 100 % WASH (Water, Sanitation, Hygiene) ungefähr 20.000 Menschen, insbesondere Kinder, Zugang zu sauberem Wasser und Hygiene erhalten können. Wahrscheinlich sind es sogar noch deutlich mehr. Schulen, die wir mit Brunnen und Sanitäranlagen ausgestattet haben, hatten im Laufe eines Jahres einen Schülerzuwachs von teilweise 20 bis sogar 40 Prozent. Das hat uns echt überwältigt!

Xperts: Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg mit der Neven Subotic Stiftung!

Info: Wilo unterstützt Neven Subotic Stiftung

Wilo unterstützt seit über zwei Jahren die Neven Subotic Stiftung mit verschiedenen Aktionen: Beim Fußballturnier Wilo-DACH-Cup 2014 spendete das Unternehmen für jedes geschossene Tor. Beim Wilo-Weihnachtszauber 2015 auf der Facebookseite „WiloXperts“ gingen für 500 Video-Likes 1000 Euro an die Stiftung. Auch die Wilo-Mitarbeiter engagieren sich für den guten Zweck: 200 Kollegen spendeten ein Jahr lang monatlich einen kleinen Betrag an die Neven Subotic Stiftung und Kinderlachen e. V. Insgesamt kamen so rund 23.000 Euro an Spendengeldern zusammen. „Damit können wir zum Beispiel ein komplettes Schulhilfsprojekt mit Brunnen und Sanitäranlagen finanzieren“, freut sich Neven Subotic.

Auch Sie können helfen!

Seit November 2011 engagiert sich die Neven Subotic Stiftung für Kinder in den ärmsten Regionen der Welt. Der Erlös der Spendengelder fließt zu 100 Prozent in die Hilfsprojekte – Verwaltungs- und Reisekosten der Stiftung zahlt Neven Subotic privat. Sie möchten auch spenden? Hier erfahren Sie mehr: www.nevensuboticstiftung.de

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