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Mi, 23.03.2016   |  Dortmund

Energielabel: Aufkleben, aufpassen, aufklären!

Trotz hohem Energieeinsparpotenzial planen viele Hauseigentümer in den nächsten Jahren keine Modernisierung ihrer Heizungsanlage. Hier kann das Energielabeling helfen, welches veraltete Wärmeerzeuger als Stromfresser entlarvt. Die Einstufung von Elektrogeräten nach Effizienzklassen fördert zudem Heizsysteme, die regenerative Energien nutzen uns so die Umwelt schonen. Das sind gute Ideen. In der Praxis ist aber die fachliche Unterstützung des SHK-Handwerkers gefordert.

Was als Aufkleber mit abgestuften Farbbalken auf Haushaltsgeräten begann, schmückt jedes Jahr weitere „energierelevante Produkte“ (ErP): das Energielabel. Es soll Endverbrauchern die Energieeffizienz eines Geräts signalisieren, ohne umfangreiche Detailkenntnisse vorauszusetzen. Zum Start der Energielabel für Elektrogeräte war die Sache aus Sicht der Verbraucher recht eindeutig: Das A stand für die höchste Effizienz, danach kommen Abstufungen bis G.

Doch die technische Weiterentwicklung hat seit Einführung des Labels zu Effizienzklassen bis A+++ geführt. Hier will die EU-Kommission aufräumen und ab 2017 nach und nach eine neue Abstufung einführen. Geplant ist, die heutigen energieeffizientesten Geräte dann in die neue Klasse B einzuordnen. Die Klasse A ist künftigen, noch effizienteren Geräten vorbehalten. So bekommt das Effizienzlabel Luft nach oben für neue Entwicklungen.

Ende September 2015 wurde nun auch für Heizungsanlagen europaweit das Energielabel eingeführt. Die Logik des Farb- und Buchstabensystems, wie die Verbraucher es von Elektrogeräten kennen, wird hier allerdings angepasst. So ist ein Gerät der höchsten Effizienzklasse nicht automatisch das wirtschaftlichste. Denn Heizsysteme, die regenerative Energie nutzen, werden generell besser bewertet. So soll diese Technologie im Markt zu forciert werden. Das kann die Verbraucher irritieren: Ein Heizgerät oder ein Verbundsystem mit der besten Effizienzklasse erzielt nicht zwangsläufig die niedrigsten Verbrauchskosten, sondern ist vielleicht nur die ökologischste Wahl. Hier ist also gezielte Aufklärungsarbeit des SHK-Fachhandwerkers gefragt.

Schon deutlich dichter am realen Energieverbrauch ist das zum 1. Januar 2016 gestartete Labeling alter Heizungsanlagen. Wobei der Begriff „Heizungsanlagen“ hier eigentlich nicht ganz stimmt – denn ausschließlich der Wärmeerzeuger wird tatsächlich gelabelt. Auch hier setzt die Bundesregierung auf die Fachkompetenz des SHK-Handwerks: Entdecken Heizungsinstallateure bei Wartungs- oder Reparaturarbeiten Heizgeräte, die 15 Jahre und älter sind, können sie ein Effizienzlabel aufkleben. Möglichst gut sichtbar!

Wie wichtig das ist, zeigt eine aktuelle Umfrage von TNS Emnid: 63 Prozent der Immobilienbesitzer in Deutschland gaben an, ihre Heizung in den nächsten fünf Jahren nicht modernisieren zu wollen – obwohl ihre Anlage schon 15 Jahre oder älter ist. Mit anderen Worten: Die meisten Hauseigentümer schätzen das Einsparpotenzial ihrer Heizung völlig falsch ein. Und das ist auch der Grund, warum es sich für SHK-Handwerker lohnt, den Mehraufwand des Labelings zu betreiben – es ist die einfachste Art, mit dem Kunden erst ins Gespräch und dann ins Geschäft mit einer neuen Heizung zu kommen.

Weitere Infos finden Sie unter www.heizungslabel.de

Bildquelle: Intelligent heizen/VdZ

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